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Blutspendetermine

03.05.2017 - Auf die ersten Minuten kommt es an

Werden die Limbacher Helfer zu einem Herz-Kreislauf-Stillstand gerufen, muss es schnell gehen. Auf die ersten Minuten kommt es an.

Bereitschaftsleiterin Elisabeth Keil und ihr Team nehmen das neue AED-Gerät in Betrieb

Für die Überlebenschancen des Patienten ist es dabei enorm wichtig, dass Augenzeugen bereits mit einer einfachen Herzdruckmassage beginnen, bis professionelle Hilfe zur Stelle ist. Das Deutsche Rote Kreuz Limbach (DRK) stellt mit ihrer Helfer-vor-Ort-Gruppe (HvO) einen wichtigen Baustein in der Rettungskette dar. Wird über die Notrufnummer 112 aus Limbach oder der Umgebung eine lebensbedrohliche Situation gemeldet, werden die Limbacher Helfer ebenfalls zur Einsatzstelle alarmiert. Sie schaffen es wenige Minuten nach der Alarmierung bereits vor Ort zu sein und somit wertvolle Zeit zu gewinnen. Eben dieser Zeitvorteil ist es, den man in der Öffentlichkeit zu schätzen weiß. Ist man nun vor Ort, läuft es nach einem festgelegten Schema. Jeder Helfer weiß genau, was er zu tun hat. Eine Herzdruckmassage wird durchgeführt, der Patient wird beatmet, bekommt Sauerstoff, eine Infusion wird vorbereitet.

Ein wichtiges Gerät darf dabei nicht fehlen – der automatische externe Defibrillator (AED). Viele dieser Geräte sind mittlerweile auch für Laien in öffentlichen Gebäuden zugänglich und sind ohne Vorkenntnisse im Falle einer Wiederbelebung zu benutzen. Auch die Limbacher Helfer führen ein solches Gerät mit. Die Einsatzzahlen steigen stetig und die Anzahl an Personen mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen auch. Daher ist es wichtig, dass man „mit der Zeit geht“ und auf dem aktuellsten Stand der Technik bleibt. Aus diesem Grund wurde beim DRK Limbach nun ein neues AED-Gerät in Betrieb genommen. Ein reines AED-Gerät ist es allerdings nicht mehr, vielmehr kann damit ein Patient genauestens überwacht werden. Das etwa 6000€ teure Gerät konnte erfreulicherweise überwiegend aus Spendengeldern finanziert werden. Auf diese Spenden sind die Limbacher Helfer angewiesen, da sie ihren Dienst ehrenamtlich leisten und auch einen solchen Einsatz niemandem in Rechnung stellen können. Ein großer Anteil davon, wurde von einer Familie gespendet, die diese Situation leider selbst miterleben musste. Der Vater und Ehemann erlitt einen Herz-Kreislauf- Stillstand und von Laien und anschließend durch den Rettungsdienst wurden Wiederbelebungsmaßnahmen durchgeführt. Den Angehörigen mit Limbacher Wurzeln war es wichtig, dass sie diese Arbeit mit unterstützen und ihre Spende anderen Patienten in einer solchen Situation zugutekommt. Deshalb stellten sie einen großzügigen Betrag zur Verfügung, verbunden mit der Bitte, es in entsprechendes Equipment für die Wiederbelebung zu investieren und durch den der größte Teil des neuen AEDs finanziert werden konnte.

Weitere Spender waren die ortsansässigen Banken, die Volksbank Limbach und die Sparkasse Neckartal-Odenwald, sowie auch die vielen Spenden, die die Helfer-vor-Ort nach ihren Einsätzen im Laufe der Zeit bekommen hatten. Weitere Unterstützung, ohne die die Arbeit nicht möglich wäre, kommt durch den DRK Kreisverband Mosbach und natürlich auch maßgeblich durch die Gemeinde Limbach. Dafür sind die Limbacher Helfer sehr dankbar. Man freut sich, dass die Arbeit in der Bevölkerung eine solche Wertschätzung erfährt und dass sie so einen hohen Stellenwert bei den Einwohnern haben. „Wir wollen nun diese Wertschätzung, die wir in Form von Spenden erhalten haben, den Bürgern zurückgeben, indem wir ein Gerät in Betrieb nehmen, dass letztendlich wieder der Sicherheit der Bürger zugutekommt.“ erläutert Elisabeth Keil, Bereitschaftsleiterin des DRK Limbach.

**Auch weiterhin sind wir auf Spenden angewiesen. Wir würden uns freuen, wenn Sie uns unterstützen könnten. Weitere Informationen finden Sie auf unserer Spendenseite

3. Mai 2017 19:29 Uhr. Alter: 143 Tage